Weil das deutsche Internet ja zum größten Teil in Berlin stattfindet,
kennt ihr alle TV Noir wahrscheinlich schon lange – ich stieß erst eben darauf: Eine monatlich stattfindende Revue berliner Singersongwriter, in schönem schwarzweiß gefilmt mit so großen Namen wie Gisbert zu Knyphausen, Virginia Jetzt oder dem Mann hinter Angelika Express zu Gast. Oh, Und Olli Schulz war auch schon mit dabei.
Nachfolgend mein Lieblingsradioheadsong von der OK Computer, gecovered von einem Mitglied von Yasmine Touriste, einer mir bis heute ebenfalls unbekannten schönen Band.
[TV Noir]
[Paranoid Android bei TV Noir]
[Yasmine Touriste]
und deshalb tauchte heute schon die neue Single im Netz auf: At the indie disco.
Das Video ist eine Verbeugung vor den Größen der späten 80er und frühen 90er: Morrissey, Blur, New Order, Die Pixies, Radiohead, …
Der Song selbst klingt leider etwas unverbindlich, ähnlich wie der gerade begonnene Frühling: Nicht warm nicht kalt und wir erwarten uns alle noch mehr vom Rest. Die Single kommt am 23. Mai in den Handel, das dazugehörige Album Bang goes the Knighthood erscheint am 31. Mai auf Hannons eingenem Label Divine Comedy Records – und ich freue mich schon riesig drauf!
Jetzt aber das Video:
Dass der Herbst angekommen ist und langsam seine dunkle Seite zeigt, lässt sich inzwischen selbst in sommerlicher Bekleidung nurmehr fröstelnd wegleugnen. Der regensburger Himmel ist klassisch eingetrübt ein grauer Hintergrund, vor dem sich der Betonneubau auf der anderen Straßenseite kaum mehr abhebt. Es ist also an der Zeit nicht nur die warmen Sachen, sondern auch die passende Musik für feuchtkalte Tage aus dem Schrank zu holen, um zumindest das Gemüt ein wenig aufzuwärmen.
Und das machen die Londoner Mumford & Sonsganz ausgezeichnet auf ihrem an Balthasars Lied aus Shakespeares Viel Lärm um Nichts angelehnten Album Sigh no more (Amazon Partner Link). Ruhige, warmklingende Folksongs, aufgepeppt mit lärmendem Banjo, dazu die Stimme von Marcus Mumford bei der irgendwie auch immer etwas Michael Stipe mitschwingt.
Manche vergleichen sie in ihren Huldigungen mit den Fleet Foxes – aber das wäre falsch. Denn Mumford & Sons haben viel mehr zu bieten: Mehr Rhythmus, mehr Spaß am Instrument, mehr Pathos – vielleicht sogar ein wenig mehr Kitsch. Als Hörbeispiel sei hier die Single Little Lion Man verlinkt:
Am meisten begeistert mich aber immer noch der Song The Cave, der sich auf der MySpace-Seite der Band findet. Das Album ist bei Island Records erschienen.