Archive for the 'Yesterday’s Better Tomorrow' Category

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I hope most of all that MySpace falls into obscurity

In diesen stillen Momenten, so gegen drei Uhr morgens, fragt man sich schon mal, was aus den ganzen Inhalten werden soll, die man so in dieses Internetz reingeschüttet hat. Molly hat darüber einen Song geschrieben:

Der Songtext findet sich auf der Youtubeseite des Videos. Und ein Weblog hat Molly auch.

DIY-Muxtape: Opentape

Das Setting

Am Anfang stand Muxtape, ein Dienst, der es dem Nutzer erlaubte, eigene MP3s zu einem digitalen Mixtape zusammenschnüren zu lassen. Nur eine bestimmte Anzahl von Songs; auch die Datei- und somit die Songlänge waren begrenzt. Näher konnte man der liebevoll zusammengestellten Musik-Kassette im Web 2.0 nicht kommen. Die Songs wurden dann auf einer angenehm minimalistisch gestalteten Playlistseite bereitgestellt und auf Klick abgespielt.
Nicht nur freie Musik ließe sich damit wundebar zusammenschnüren, auch aufstrebende Bands konnten auf Muxtape ihre virtuellen EPs einstellen.

Da das Web 2.0 aber eine andere Vorstellung von Verwertungsrechten und Copyright hat, kam es irgendwann zu voraussehbaren Auseinandersetzungen zwischen Muxtape und der RIAA. Muxtape ist daher zur Zeit abgeschaltet.

Die Initiative

Das hinderte die Opensource-Gemeinschaft aber nicht daran, eine eigene Fassung der Muxtape-Idee zu basteln: Unter opentape.fm findet sich ein System, das es jedem ermöglicht, eine eigene Muxtape-Oberfläche aufzusetzen.

Benötigt wird lediglich ein Webserver, vorzugsweise Apache, mit PHP 5. Nach dem Upload der opentape-Dateien müssen nur noch ein paar Verzeichnisrechte und ein Administratorpasswort gesetzt werden und schon können über eine Weboberfläche MP3-Dateien hochgeladen, oder einfach händisch in ein entsprechendes Verzeichnis geschoben werden.

Opentape liegt zur Zeit in Version 0.1 vor, alle Muxtape-Features kann man also nicht erwarten, insbesondere die Tastatursteuerung vermisse ich noch.  Im Forum des Projekts zeigt man sich aber den meisten Verbesserungsvorschlägen gegenüber offen und bastelt auch mal gerne Codeschnippsel für individuelle Probleme
So lässt sich das eigene Opentape neben der bewährten Weboberfläche auch als Flashobjekt unkompliziert in die eigene Seite einbinden, so dass sich jede Dorfband ohne Probleme ein eigenes Myspace zimmern kann.

Das Fazit

Mit Opentape lässt sich mit wenigen Schritten ein DIY-Muxtape einrichten. Content-Produzenten, die gerne teilen, wird dies freuen. Den Rest der Musikblogszene wahrscheinlich ebenfalls. Nicht zu vergessen: Die Möglichkeit mit einem Webserver die internettauglichen “Turntables” der nächsten öden Party zu stürmen – das hat einen Nerdfaktor, dem sich wirklich niemand entziehen kann.

[Opentape]

[Muxtape]

[Wikipedia über Muxtape]

Seltsame Fische

Wohl nach dem Radiohead-Song benannt zeichnet Jamaica Dyer unter dem Titel “Weird Fishes” im Wochentakt Seiten eines ziemlich großartigen Webcomics.

Die Handlung ist bisher nicht klar auszumachen und auch der Stil von Zeichnungen und Koloration wechselte über die Wochen einige Male. Wunderschön sieht es trotzdem aus, und der Untertitel “A comic about childhood, fantasies, cigarettes, heartbreak, hookie, and monsters” stimmt auch.

[Weird Fishes]

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