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DIY-Muxtape: Opentape

Das Setting

Am Anfang stand Muxtape, ein Dienst, der es dem Nutzer erlaubte, eigene MP3s zu einem digitalen Mixtape zusammenschnüren zu lassen. Nur eine bestimmte Anzahl von Songs; auch die Datei- und somit die Songlänge waren begrenzt. Näher konnte man der liebevoll zusammengestellten Musik-Kassette im Web 2.0 nicht kommen. Die Songs wurden dann auf einer angenehm minimalistisch gestalteten Playlistseite bereitgestellt und auf Klick abgespielt. Nicht nur freie Musik ließe sich damit wundebar zusammenschnüren, auch aufstrebende Bands konnten auf Muxtape ihre virtuellen EPs einstellen.

Da das Web 2.0 aber eine andere Vorstellung von Verwertungsrechten und Copyright hat, kam es irgendwann zu voraussehbaren Auseinandersetzungen zwischen Muxtape und der RIAA. Muxtape ist daher zur Zeit abgeschaltet.

Die Initiative

Das hinderte die Opensource-Gemeinschaft aber nicht daran, eine eigene Fassung der Muxtape-Idee zu basteln: Unter opentape.fm findet sich ein System, das es jedem ermöglicht, eine eigene Muxtape-Oberfläche aufzusetzen.

Benötigt wird lediglich ein Webserver, vorzugsweise Apache, mit PHP 5. Nach dem Upload der opentape-Dateien müssen nur noch ein paar Verzeichnisrechte und ein Administratorpasswort gesetzt werden und schon können über eine Weboberfläche MP3-Dateien hochgeladen, oder einfach händisch in ein entsprechendes Verzeichnis geschoben werden.

Opentape liegt zur Zeit in Version 0.1 vor, alle Muxtape-Features kann man also nicht erwarten, insbesondere die Tastatursteuerung vermisse ich noch.  Im Forum des Projekts zeigt man sich aber den meisten Verbesserungsvorschlägen gegenüber offen und bastelt auch mal gerne Codeschnippsel für individuelle Probleme So lässt sich das eigene Opentape neben der bewährten Weboberfläche auch als Flashobjekt unkompliziert in die eigene Seite einbinden, so dass sich jede Dorfband ohne Probleme ein eigenes Myspace zimmern kann.

Das Fazit

Mit Opentape lässt sich mit wenigen Schritten ein DIY-Muxtape einrichten. Content-Produzenten, die gerne teilen, wird dies freuen. Den Rest der Musikblogszene wahrscheinlich ebenfalls. Nicht zu vergessen: Die Möglichkeit mit einem Webserver die internettauglichen “Turntables” der nächsten öden Party zu stürmen – das hat einen Nerdfaktor, dem sich wirklich niemand entziehen kann.

[Opentape]

[Muxtape]

[Wikipedia über Muxtape]

12 Seconds: Spiegel, Olympia und Kaukasus


Direkt-Rant

Mich hat es inzwischen auch zu 12seconds.tv (dem Videopendant zu Twitter) verschlagen – und ich muss sagen, dass es doch erstaunlich schwierig ist, das Limit von 12 Sekunden je Videolog einzuhalten. Und die Bild- und Tonqualität sind ziemlich erbärmlich. Wer dennoch gerne einen Invite für den Dienst hätte, melde sich in der Kommentarspalte.

Windows ate my afternoon

Wer das zweifelhafte Vergnügen hat, nach Schädlingsbefall [1] XP mit Service Pack 3 neu zu installieren, ist vielleicht an folgenden zwei Tipps interessiert:

  • Wenn der Bildschirm kurz nach dem Booten von der Windows-CD schwarz bleibt und nichts mehr passiert, dann liegt das vielleicht nicht am Monitor. Auch nicht an der Grafikkarte. Auch nicht an irgendwelcher angesteckter Hardware. Sondern an vorhandenen Linuxpartitionen, die aus unerfindlichen Gründen den Installer aus dem Tritt bringen. Erst nach dem Löschen der Partitionen ließ mich Windows zur Installation fortschreiten
  • Wenn das Windows-Update nach der Installation von Service Pack 3 keine Updates mehr installieren will und nur die aussageschwache Meldung “Problem: Durch einen Fehler auf Ihrem Computer können keine Updates gedownloadet oder installiert werden.” anzeigt, dann liegt das nicht am Virenscanner. Auch nicht an der Firewall. Auch nicht an einer fehlgeschlagenen WGA-Prüfung. Sondern daran, dass bei der Servicepackinstallation Dateiteile vom alten Windows-Update-Programm mit denen der neuen Version zusammengeschmissen wurden. Die Lösung dafür findet sich hier. Nachdem ich, wie in Methode 2 beschrieben, den Update-Dienst neu installiert hatte, lief es wieder.

[1] Ein sehr heiterer Kamerad, der mir mit immer neuen Pop-Up-Fenstern einen bisher unbekannten Virenscanner verkaufen wollte. Und gängige Suchmaschinen waren auch nicht mehr erreichbar. Reizend.

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