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Firefox mit Skype-Erweiterung zickt bei Facebook und Google Reader

Seit

ein paar Tagen war es mir nicht mehr möglich unter Windows mit Firefox 3.5.21, javascriptlastige Webseiten wie Facebook oder Googles Reader zu benutzen. Die Webanwendungen reagierten (wenn überhaupt) nur sehr zäh, manchmal fror sogar Firefox komplett ein.

Nach dem schrittweisen Deaktivieren aller Firefox-Erweiterungen habe ich inzwischen den Schuldigen ausgemacht: Das Plugin von Skype stört auf irgendeine Weise die Verarbeitung von Javascriptcode.

Da ich persönlich noch nie den großen Sinn im Skype-Plugin gesehen2 habe, hier eine kurze bebilderte Anleitung, wie man es unter Windows abschaltet:

KURZANLEITUNG:

Skype Kill: Menüauswahl

1. In der Wortleiste Unter “Extras” den Menüpunkt “Add-ons” auswählen.

Skype Kill: Erweiterung Deaktivieren

2. In der Kopfleiste “Erweiterungen” auswählen. Im unteren Teil des Fensters werden alle installierten Erweiterungen aufgelistet. Hier die “Skype Extension for Firefox” auswählen und auf “Deaktivieren” klicken.

Skype Kill: Neustart

3. Im oberen Teil des Fensters erscheint ein Informationsbalken, der darauf hinweist, dass die Änderungen erst nach einem Neustart von Firefox wirksam werden. Auf den entsprechenden Button klicken, um Firefox neu zu starten.

  1. Möglicherweise besteht das Problem auch mit anderen Versionen, da ich aber generell nur dazu raten kann, die aktuellste Version zu benutzen, habe ich das jetzt nicht weiter überprüft.
  2. abgesehen von der automatischen Markierung und Verlinkung von Telefonnummern, scheint es nicht viel zu leisten.

If you wrote in Twitter “I’m talking to Peter in the pub.” – then everyone would know .. and act accordingly

Viele

erinnern sich sicherlich noch an das Interview mit dem Investmentbanker George Parr des Komikerduos John Bird und John Fortune, das im Rahmen der Finanzkrise in einigen Blogs verlinkt wurde.

Die beiden alten Herren haben inzwischen nachgelegt: Im Rahmen des dreiteiligen Krisenspecials “The last show before the recovery” (zusammen mit Rory Bremner) nehmen sie sich der Medienhypes der letzten Monate an: Zwei Rentner plaudern in einem Pub über Blogs, Twitter, den Überwachungsstaat und finanziell lohnenswerte Promibeerdigungen – und zeigen dabei mehr Sachverstand, als man Kabarettisten jenseits der 70 bei solchen Themen allgemein zutraut.

Browserhistory Auslesen: Ich sehe was, was Du nicht siehst!

Wo

gerade alle laut und panisch das Wort Zensur durch die Gegend schreien, starte ich hiermit den Gegentrend: Überwachung!
Ob ein Nutzer bestimmte Internetseiten in der letzten Zeit besucht hat, lässt sich nämlich vergleichsweise einfach überprüfen:

Wie von Zauberhand listet mir diese Seite von Brendon Boshell (nach kurzer Wartezeit) einen guten Teil meiner Browserhistory auf. Auch Schutzmechanismen wie NoScript sind dagegen wirkungslos, denn so komplexe Techniken wie Javascript braucht Boshell nicht, um an die Daten zu kommen – aber wie schafft er das genau?

Screenshot vom Linkklau

Boshell

bedient sich eigentlich relativ stumpfer Hiebwaffen: Cascading Stylesheets (CSS). Jedem ist vielleicht schonmal aufgefallen, dass besuchte Links auf Websites idR in anderen Farben / Formen dargestellt werden als unbesuchte. Der Browser ist also in der Lage zwischen besuchten und unbesuchten Seiten zu unterscheiden. Über CSS lässt sich die unterschiedliche Darstellung dieser Links sehr genau steuern, so können bspw. andere Schriftarten, Farben oder gar Hintergründe verwendet werden.

Vereinfacht ausgedrückt geschieht hier Folgendes: Der Auslesemechanismus öffnet auf seiner Seite ein unsichtbares iFrame, in dem sich eine Seite mit sehr vielen Links befindet. Für besuchte Seiten hat er in den Stylesheets festgelegt, dass ein bestimmtes Hintergrundbild für den Link geladen werden soll – und zwar bei jeder Adresse ein eigenes.

Beispiel: Hat ein Benutzer die Adresse spiegel.de besucht, wird über das CSS für den spiegel.de-Link auf der versteckten Seite ein Hintergrundbild geladen. Diese Bildanfrage registriert Boshells Server und erfährt dadurch, dass der Benutzer bereits auf spiegel.de war. (So sieht übrigens die versteckte Seite bei Boshell aus)

Das Geniale

an diesem Trick ist, dass er keine Sicherheitslücke per se ausnutzt, sondern nur mit den Möglichkeiten einer Websprache spielt.  Und: Der Trick hat Potential. So ließe sich bspw. auf den geplanten Kinderporno-Stopp-Seiten relativ einfach feststellen, ob ein Nutzer auch auf anderen zensierten Webseiten unterwegs war. Und das Heer der Datenkraken könnte problemlos feststellen, welche Seiten ich so besuche um daraus gut verkäufliche Nutzerprofile zu basteln. Oder Phisher gleichen ihre Linklisten gegen meine Daten ab, um zu ermitteln, bei welchen Banken ich Kunde sein könnte.

Sinnvoll beikommen könnte man all dem meines Erachtens nur, indem man per Plugin gegen versteckte iFrames vorgeht. Eine kurze Recherche bei den Firefox-Addons brachte keine Ergebnisse – aber vielleicht weiß ja in den Kommentaren jemand eine Lösung.

[via Fefe]
[Boshells Testseite]

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