Archive for the 'Das Schreiben der Anderen' Category

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Rupert Everett im FAZ-Interview

Wenn alles so gut läuft wie bisher, verbringe ich meinen Lebensabend als Steuerflüchtling am Zürichsee – in einer traumhaften Villa mit knackigen brasilianischen Strichjungen.

In der FAZ vom Samstag fand sich ein sehr kurzweiliges Interview mit Rupert Everett, wohl anlässlich des gerade in Deutschland gestarteten “Die Girls von St. Trinian” (den ich ja – entgegen seiner mageren IMDB-Wertung von momentan 5.6 – recht unterhaltsam fand).

Netterweise wurde der Artikel schon ins Onlineangebot der Frankfurter Allgemeinen übernommen, so dass sich jeder selbst davon überzeugen kann, dass es mit Everett tatsächlich einen Menschen auf dieser Welt gibt, der die Uckermark toll findet.

[Link zum Interview]

Horrible Mirror: Webmusical gegen Kohle

Der Spiegel hat so ziemlich als letzter Dr. Horrible entdeckt:

In dem Dreiakter, der freihändig zwischen Dialogen und Gesängen wechselt, ringt der schmalbrüstige Möchtegern-Superheld Dr. Horrible (Neil Patrick Harris) darum, seinen aufgeblasenen Rivalen Captain Hammer (Nathan Fillion) auszuschalten und damit das Herz der Waschsalon-Elfe Penny (Felicia May) zu gewinnen. Doch Horribles Plan geht nach hinten los, und Penny glaubt in Captain Hammer ihren Retter zu erkennen, was die Dinge nur noch zielstrebiger dem Abgrund zutreibt.

Anscheinend existiert irgendwo da draußen eine Alternative Storyline, die mir entgangen ist. Oder der Autor dieser Inhaltsangabe hat nur fremde Rezensionen zusammengefasst. Vertrauen in kompetente Recherche schafft soetwas jedenfalls nicht, denn dieser Absatz schrammt am Musicalgeschehen vorbei, was sich auch nicht durch ständiges Namedropping im Verlauf des Textes wieder gutmachen lässt.

Persönlich fand ich Dr. Horrible ja eher mau. Wenig Witz, viel Gesang. Vielleicht muss man sich mehr mit Musicals auseinandersetzen, um darüber herzhaft lachen zu können. Als Gratishappen zwischendurch taugte es allemal.

Achja, Kohle:
Spiegel-Online überschlägt sich jedenfalls voller Lob. Und so geht fast unter (bzw. klickt man vorher weg), dass der ursprünglich kostenfrei verfügbare Dreiteiler jetzt bei iTunes verscherbelt wird und auf der Seite nur noch ein Trailer bereitsteht. Das ist ein großes “Ätsch! Zu spät!” an die Spiegel-Leser und grenzt, wenn man genauer darüber nachdenkt, an Schleichwerbung für iTunes.

Für ein Gratisprojekt war ‘Horrible’ OK; Geld zahlen würde ich dafür nicht. Und wer sich die Sache direkt ansehen will – hier noch der Link zum fürchterlichen Doktor: Horrible

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