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	<title>Retroaktiv &#187; Das Schreiben der Anderen</title>
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	<description>Zukunft ist was für Feiglinge</description>
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		<title>Tote Blogs</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 00:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Schreiben der Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Volle Kraft Rückwärts]]></category>
		<category><![CDATA[Tote Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[
[Bild:Peter Kaminski (cc)]

Nachdem hier und hier u [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a href="http://flickr.com/photos/peterkaminski/31875714/sizes/l/"><img class="aligncenter size-full wp-image-245" title="Friedhof" src="http://www.retroaktiv.de/wp-content/friedhof.jpg" alt="" width="475" height="175" /></a><br />
[Bild:<a title="Peter Kaminski" href="http://flickr.com/photos/peterkaminski/">Peter Kaminski</a> (<a title="CC-Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">cc</a>)]</p>
<p>Nachdem <a title="Kopfzeiler" href="http://www.kopfzeiler.org/blog/?p=224">hier</a> und <a title="Anmut" href="http://anmutunddemut.de/node/6755">hier</a> und wahrscheinlich noch an 17<sup class='footnote'><a href='#fn-241-1' id='fnref-241-1'>1</a></sup> anderen <a title="Basicthinking" href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/10/23/blogs-sind-schon-wieder-gestorben/">Stellen</a><sup class='footnote'><a href='#fn-241-2' id='fnref-241-2'>2</a></sup> unn&#246;tige Artikel &#252;ber das angebliche <strong>Ableben der <em>&#8220;Blog(o)sph&#228;re&#8221;</em></strong><sup class='footnote'><a href='#fn-241-3' id='fnref-241-3'>3</a></sup> geschrieben werden, drei kurze Statements, die sich eigentlich auch jeder selbst denken k&#246;nnte:</p>
<ol>
<li>Weblogs sind <strong>nur eine Technik</strong>, Inhalte darzubieten &#8211; so wie das ganze sogenannte Web 2.0 nur eine Sammlung von Darstellungstechniken ist; und es dabei eigentlich sehr wenig um Revolution, sondern leider meist um Selbstbeweihr&#228;ucherung und gegenseitiges Schulterklopfen geht. &#220;berhaupt unterscheiden sich Blogs und die Homepages von fr&#252;her haupts&#228;chlich darin, dass damals weniger heulenden Teens ihre Probleme aufgeschrieben haben und heute daf&#252;r weniger echte Informationen serviert werden.</li>
<li>Wer <strong>wirklich etwas zu sagen</strong> hat, schafft sich die technischen Voraussetzungen und hat schon vor dem Web 2.0 <a href="http://www.zyn.de">tolle Sachen</a> ins Internet gestellt. Wer aber nichts zu sagen hat, wei&#223; inzwischen wenigstens, was CSS ist.</li>
<li>Das <em>&#8220;n&#228;chste gro&#223;e Ding&#8221;</em> ist immer erst <em>&#8220;im Kommen&#8221;</em>.</li>
</ol>
<p>So, genug aufgeregt? Dann weitermachen. &#220;brigens habe ich auf vielfachen Wunsch hier endlich <strong>klickbare Header und &#220;berschriften</strong> eingef&#252;gt, ich bitte das zu w&#252;rdigen.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-241-1'><em>&#8220;There are 17 people in London who matter.&#8221;</em> &#8211; wer hat&#8217;s gesagt? <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-241-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-241-2'>Hier bekommt man wenigstens ein Video mit Hugh Laurie zu sehen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-241-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-241-3'>Ein Ausdruck, der direkt hinter <em>&#8220;Bloggersdorf&#8221;</em> auf der Liste der W&#246;rter steht, die auf dieser Seite nie wieder erscheinen sollen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-241-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Rechtliche Probleme bei Kommentarbenachrichtigungen</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 13:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Schreiben der Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ebenso bedrohlich: Franz&#246;sischer Jura [bild:myoakfores [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a href="http://www.retroaktiv.de/wp-content/jura.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-234" title="Franz&#246;sischer Jura" src="http://www.retroaktiv.de/wp-content/jura.jpg" alt="" width="470" height="175" /></a><strong>Ebenso bedrohlich:</strong> <em>Franz&#246;sischer Jura</em> [bild:<a title="Franz&#246;sischer Jura" href="http://flickr.com/photos/4bernd/680581273/sizes/o/">myoakforest</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">cc</a>)]<a href="http://www.retroaktiv.de/wp-content/jura.jpg"><br />
</a></p>
<p>Diese unglaublich praktische und von mir so gut wie nie genutzte M&#246;glichkeit, mit <a title="Plugin Subscribe to Comments" href="http://wordpress.org/extend/plugins/subscribe-to-comments/">Subscribe to Comments</a> <strong>&#252;ber neue Kommentare in Blogs per Email zu erfahren</strong>, kann f&#252;r den Seitenbetreiber rechtliche Folgen haben.  <strong>Jan Ti&#223;ler</strong> vom <em>Upload-Magazin</em> <a title="Abmahnung wegen Kommentarbenachrichtigung" href="http://upload-magazin.de/?p=1220">berichtete vorgestern</a>, wegen eben dieser Komfortfunktion abgemahnt worden zu sein.</p>
<p><strong>Unbestellte Emails</strong> (gerade, aber nicht zwingend, von gewerblichen Anbietern) k&#246;nnen <strong>abmahnf&#228;hig</strong> sein. Wie das genau funktioniert, hat <span class="entry-author-name"><strong>Thomas Schwenke</strong> von <em>Advisign.de</em> <a title="Advisign &#252;ber Kommentarfunktion" href="http://www.advisign.de/allgemein/2008-10/benachrichtigung-bei-neuen-kommentaren-abmahnung-und-ein-bisschen-schuldgefuehl">hier ausf&#252;hrlich beschrieben</a>.<br />
Er erkl&#228;rt was Opt-out, Opt-in und Double-Opt-in bedeuten, wie man sich rechtlich sch&#252;tzen und kann und verweist auf verschiedene Plugins und weiterf&#252;hrende Texte. <strong>Unbedingt lesen</strong>, wesentlich wertvoller als Qualit&#228;tsdebatten mit Marcel Reich-Ranicki!<br />
</span></p>
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		<title>Ulmen.tv: Mein neuer Freund Redux</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 11:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Schreiben der Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales]]></category>

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		<description><![CDATA[Leider kennt die Wikipedia den Begriff "Fremdscham" nic [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider kennt die Wikipedia den Begriff &#8220;Fremdscham&#8221; nicht. Man wird zu <a title="Schamgef&#252;hl" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schamgef%C3%BChl">&#8220;Schamgef&#252;hl&#8221;</a> weitergeleitet. Dort hei&#223;t es gleich zu Beginn:</p>
<blockquote><p><em><strong>Schamgef&#252;hl</strong> bezeichnet das angstvolle Bewusstsein, eine g&#252;ltige Norm oder die Erwartungen Anderer offensichtlich und derart schwer verletzt zu haben, dass man die Achtung derjenigen verliert, mit denen man lebt und von denen man abh&#228;ngt. Es ist vom ebenfalls angstbesetzten Schuldgef&#252;hl zu unterscheiden, das der &#214;ffentlichkeit einer Verfehlung nicht bedarf: Hier hat man gegen seine eigenen h&#246;chstpers&#246;nlichen Werte versto&#223;en (gegen sein &#220;ber-Ich oder sein Gewissen gehandelt, ‚sich vers&#252;ndigt‘).</em></p></blockquote>
<h2>Das Setting</h2>
<p>Das Fremdsch&#228;men ist wohl irgendwo zwischen Scham- und Schuldgef&#252;hl anzusiedeln, mit einem Hauch von Mitleid: Die Verfehlungen eines Anderen sind so schwer, dass Schadenfreude nicht mehr ausreicht, sie zu verarbeiten &#8211; Scham stellt sich ein, selbst wenn man sich v&#246;llig unbeobachtet glaubt.</p>
<p>Dass dieses Prinzip aber auch unterhalten kann, machte sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ulmen">Christian Ulmen</a> 2005 mit <a title="Mein neuer Freund Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mein_neuer_Freund">&#8220;Mein neuer Freund&#8221;</a> zu Nutze. Ulmen durfte dabei jeweils ein Wochende lang, als fiese Type verkleidet, Kandidaten qu&#228;len und vor ihren Angeh&#246;rigen blamieren. Hielt der Kandidat das Wochenende durch, bekam er 10.000 Euro. Ob es das wert war, vor dem Bekanntenkreis die Hosen runtergelassen zu haben, ist fraglich &#8211; der Zuschauer war aber auf jeden Fall gut unterhalten.</p>
<p>Diese Freude an Peinlichkeiten und Leid Anderer kann nat&#252;rlich nur von der Insel kommen: Mein neuer Freund war eine Adaption des britischen <a title="My new Best Friend Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/My_New_Best_Friend">&#8220;My new best Friend&#8221;</a>, die dem Original so treu blieb, dass man sogar die Aufmachung der Show und einen guten Teil der Charaktere &#252;bernahm.<br />
Stellt man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stromberg_(Fernsehserie)">&#8220;Stromberg&#8221;</a> neben das UK-Original <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Office">&#8220;The Office&#8221;</a> fragt man sich zwar, was f&#252;r Abstriche im Fall von &#8220;Mein neuer Freund&#8221; gemacht wurden &#8211; aber davon sollte man sich die Laune nicht verderben lassen, denn Christian Ulmen hat seine Arbeit wirklich sehr gut gemacht.</p>
<h2>Die R&#252;ckkehr der Freunde</h2>
<p>Und jetzt ist Christian Ulmen zur&#252;ck, mit drei Charakteren aus seiner Qu&#228;lshow: Dem schmuddeligen Liedermacher Knut, dem arrogant-herrischen Alexander von Eich und dem etwas zur&#252;ckgebliebenen Mutters&#246;hnchen Uwe. <a title="Ulmen.TV" href="http://ulmen.tv/">Ulmen.tv</a> zeigt in 5-Minuten-H&#228;ppchen was aus den &#8220;neuen Freunden&#8221; geworden ist. Jeder der drei bekommt dabei seine eigene Parodie einer Reality-Show:</p>
<p><strong>Knut Hansen</strong><strong> </strong>wird in bester low-budget Reisedokumanier ins bayerische Hinterland geschickt. Der &#252;belriechende untalentierte Alleinunterhalter eckt dabei an jedem Ort mit seinem Unterleibshumor an.<br />
Lediglich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chamerau">Chamerau</a> findet er wohl einen Freund: Den damaligen ersten B&#252;rgermeister der Gemeinde und aus den bisherigen Schnippseln l&#228;sst sich nur schwer erkennen, wer sich hier st&#228;rker blamiert &#8211; der fiktive Knut oder der <a href="http://www.abendzeitung.de/bayern/48814">ausl&#228;nder- und schwulenfeindlich schwadronierende</a> B&#252;rgermeister.</p>
<p>Der d&#252;nkelhafte <strong>Alexander von Eich</strong> bekommt seine eigene Coachingshow, in der er einer Hartz-IV-Familie zur&#252;ck in den b&#252;rgerlichen Alltag helfen soll. Erster Gleichnis auf dem Weg zum besseren Leben: Die Kletterwand. Unten ist die Gosse, auf halbem Weg liegt der Sieg &#252;ber den Alkohol, am h&#246;chsten Kletterhaken: Ein Job an der Kasse bei Lidl.<br />
<em>&#8220;H&#246;her geht es nicht! Dort oben ist eine  Betondecke!&#8221;</em>, l&#228;sst Ulmen seinen Alexander von Eich rufen. Er erniedrigt die &#8211; hoffentliche ebenfalls fiktive &#8211; Familie vor Dritten, die dem Treiben erstaunlich tatenlos zusehen. <em>&#8220;Ich will dem Staat nicht l&#228;nger auf der Tasche liegen!&#8221;</em> l&#228;sst Eich die Familie immer wieder skandieren und der Kletterhallenbetreiber grient nur irritiert. Grauenvoller l&#228;sst sich die Gew&#246;hnung an soziale Notst&#228;nde nicht verbildlichen.</p>
<p><strong>Uwe W&#246;llner</strong> soll endlich lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Ein windiger Fernsehproduzent schickt das wohl endzwanziger Computerspielkind, das sich Pamela Anderson zur Freundin w&#252;nscht, in der ersten Episode zum Imagecoach.<br />
Nach seinen ersten Infantilit&#228;ten wird recht schnell klar, dass Uwe entgegen seiner Anspr&#252;che nicht das Material ist, aus dem man Karrieretype macht. Die Contenance mit der die Imageberaterin Uwes pubert&#228;ren D&#252;mmlichkeiten &#252;ber sich ergehen l&#228;sst, ist bewundernswert, der Rauswurf dennoch unvermeidlich. Wahrscheinlich l&#228;uft es bei Uwes n&#228;chsten Station holpriger.</p>
<p>Das Ganze erinnert ein wenig an das &#246;sterreichische <a title="Undercover" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Undercover_(Fernsehsendung)">Undercover</a>, gibt sich durch die nervt&#246;tenden Figuren und ihre bizarren Shows noch eine Spur anarchistischer und b&#246;ser.</p>
<h2>Die Moral</h2>
<p>Irgendwie hebt Ulmen mit alle diesem auch den Zeigefinger: Zivilcourage haben die Augenzeugen anscheinend keine. Oder zeigt er auf die Werte, die uns t&#228;glich vorgebetet werden (Chancengleichheit, Respekt, Wert des Menschen) und die in seiner Show niemand beherzigt? <em>Alexander von Eich</em> demonstriert die Akzeptanz der totalen Erniedrigung, wie sehr man sich mit einer grausamen Klassengesellschaft abgefunden hat. <em>Uwe </em>spricht das Gute im Menschen an &#8211; aber was will man denn mit einem machen, bei dem Hopfen und Malz verloren sind. <em>Knut</em> provoziert seine Umgebung, aber wie lange l&#228;sst sich das objektiv Ekelhafte ertragen? Zum Gl&#252;ck wurde in dieser Hinsicht auf eine belehrende Offstimme verzichtet &#8211; Ulmen.tv &#252;berl&#228;sst dem Zuschauer seine Interpretation und packt keine moralischen Keulen aus.</p>
<h2>Die Pr&#228;sentation</h2>
<p>Dabei ist Ulmen.tv nicht mit dem deutschen Fernsehen kompatibel. Sender wie Pro7, auf denen das eigentlich ziemlich gro&#223;artige Grundkonzept von Dr. Psycho zur Schmonzette aufgeweicht wird, k&#246;nnten Ulmen.tv in seiner vollen H&#228;rte nicht zeigen.</p>
<p>Zudem lauern, was man die Tage in jedem Presseschrieb lesen darf, die h&#228;rtesten Ulmenfans im Internet. Die Folgen sind daher &#252;ber die Brainpool-Plattform Myspass.de kostenlos abrufbar. Die Seite <a title="Delphinehauen" href="http://www.delphinehauen.de/2008/08/29/ulmeingott/">sieht grausam</a> aus. Die Bedienung ist gr&#228;tzig. Aber es funktioniert, nach einigen Kapazit&#228;tsproblemen beim Start, dann doch irgendwie.</p>
<p>Wie bei einem echten Web-2.0-Ding zu erwarten, schreiben die Charaktere zudem noch eigene Blogeintr&#228;ge, die bisher aber nicht mit den Videoclips mithalten k&#246;nnen. Denn Ulmen.tv funktioniert nur dort, wo reale Personen auf die fiktiven Nervens&#228;gen treffen. Die Kunstfiguren alleine k&#246;nnen nicht diese gewaltige Scham erzeugen und sind in diesen Momenten vergleichsweise blass.</p>
<h2>Das Fazit</h2>
<p>Ulment.tv hat die Messlatte von Anfang an recht hoch angesetzt: Die ver&#246;ffentlichen Clips sind von einer sarkastischen D&#252;sternis durchzogen, wie man das bisher noch am ehesten beim leider verblichenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ZYN!">ZYN!</a> gesehen hat. War &#8220;Mein neuer Freund&#8221; Ulmens Gesellenst&#252;ck, versucht er sich hier am Meistertitel. Aber es wird schwierig sein, diese Wucht von Unmoral noch zu toppen und das Interesse, die Spannung und den anarchistischen Spa&#223; auf Dauer zu halten. Sollte Christian Ulmen das im Verlauf seiner Webshows gelingen, hat er sich den Titel wirklich verdient.</p>
<p style="text-align: right;">[<a title="Ulmen.tv" href="http://www.ulmen.tv">Ulmen.tv</a>]</p>
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		<title>Rupert Everett im FAZ-Interview</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 16:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Schreiben der Anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn alles so gut l&#228;uft wie bisher, verbringe ich mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Wenn alles so gut l&#228;uft wie bisher, verbringe ich meinen Lebensabend als Steuerfl&#252;chtling am Z&#252;richsee – in einer traumhaften Villa mit knackigen brasilianischen Strichjungen.</em></p></blockquote>
<p>In der FAZ vom Samstag fand sich ein sehr kurzweiliges Interview mit Rupert Everett, wohl anl&#228;sslich des gerade in Deutschland gestarteten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Girls_von_St._Trinian">Die Girls von St. Trinian</a>&#8221; (den ich ja &#8211; entgegen seiner mageren <a href="http://german.imdb.com/title/tt0964587/">IMDB-Wertung</a> von momentan 5.6 &#8211; recht unterhaltsam fand).</p>
<p>Netterweise wurde der Artikel schon ins Onlineangebot der Frankfurter Allgemeinen &#252;bernommen, so dass sich jeder selbst davon &#252;berzeugen kann, dass es mit Everett tats&#228;chlich einen Menschen auf dieser Welt gibt, der die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uckermark">Uckermark</a> toll findet.</p>
<p style="text-align: right;">[<a href="http://www.faz.net/s/Rub4521147CD87A4D9390DA8578416FA2EC/Doc~E7C97A67B2B494029BFA577DA03FE687E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Link zum Interview</a>]</p>
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		<title>Horrible Mirror: Webmusical gegen Kohle</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 12:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Schreiben der Anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Spiegel hat so ziemlich als letzter Dr. Horrible en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Spiegel hat so ziemlich als letzter <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,567458,00.html">Dr. Horrible entdeckt</a>:</p>
<blockquote><p>In dem Dreiakter, der freih&#228;ndig zwischen Dialogen und Ges&#228;ngen wechselt, ringt der schmalbr&#252;stige M&#246;chtegern-Superheld Dr. Horrible (Neil Patrick Harris) darum, seinen aufgeblasenen Rivalen Captain Hammer (Nathan Fillion) auszuschalten und damit das Herz der Waschsalon-Elfe Penny (Felicia May) zu gewinnen. Doch Horribles Plan geht nach hinten los, und Penny glaubt in Captain Hammer ihren Retter zu erkennen, was die Dinge nur noch zielstrebiger dem Abgrund zutreibt.</p></blockquote>
<p>Anscheinend existiert irgendwo da drau&#223;en eine Alternative Storyline, die mir entgangen ist. Oder der Autor dieser Inhaltsangabe hat nur fremde Rezensionen zusammengefasst. Vertrauen in kompetente Recherche schafft soetwas jedenfalls nicht, denn dieser Absatz schrammt am Musicalgeschehen vorbei, was sich auch nicht durch st&#228;ndiges Namedropping im Verlauf des Textes wieder gutmachen l&#228;sst.</p>
<p>Pers&#246;nlich fand ich Dr. Horrible ja eher mau. Wenig Witz, viel Gesang. Vielleicht muss man sich mehr mit Musicals auseinandersetzen, um dar&#252;ber herzhaft lachen zu k&#246;nnen. Als Gratishappen zwischendurch taugte es allemal.</p>
<p><strong>Achja, Kohle:</strong><br />
Spiegel-Online &#252;berschl&#228;gt sich jedenfalls voller Lob. Und so geht fast unter (bzw. klickt man vorher weg), dass der urspr&#252;nglich kostenfrei verf&#252;gbare Dreiteiler jetzt bei iTunes verscherbelt wird und auf der Seite nur noch ein Trailer bereitsteht. Das ist ein gro&#223;es <em>&#8220;&#196;tsch! Zu sp&#228;t!&#8221;</em> an die Spiegel-Leser und grenzt, wenn man genauer dar&#252;ber nachdenkt, an Schleichwerbung f&#252;r iTunes.</p>
<p>F&#252;r ein Gratisprojekt war &#8216;Horrible&#8217; OK; Geld zahlen w&#252;rde ich daf&#252;r nicht. Und wer sich die Sache direkt ansehen will &#8211; hier noch der Link zum f&#252;rchterlichen Doktor: <a href="http://www.drhorrible.com/">Horrible</a></p>
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