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A-Tacker

Ich habe mir soeben Munition für mein Heftgerät gekauft: 1000 Heftklammern für 70ct. Bei einem gefühlten Verbrauch von 20 Klammern im Jahr reiche ich damit fast bis zu meinem 75. Geburtstag – wenn ich sie nicht vorher verliere. Kleinere Packungen stellt die Firma Leitz leider nicht zur Verfügung und die Vorstellung, dass da jetzt mein Lebenskontingent an kleinen Metallklammern auf dem Schreibtisch liegt, fühlt sich etwas seltsam an.

Als meine Oma starb hinterließ sie uns ein gewaltiges Kontingent an Frischhaltefolie, Tesafilm und Eierlikör. Omas halt: Gehen nicht mehr so gut und deswegen ungern ständig einkaufen und haben das Bunkern für schlechte Zeiten sowieso im Blut. Aber 50 Jahre Heftklammern?

Mit etwas Glück, Klimaerwärmung und dem Zusammenbruch der westlichen Welt klettert der Metallpreis in den nächsten Dekaden auf ungeahnte Höhen und ich kann sie gewinnbringend (Die Klammern sind verzinkt! Das riecht nach Kohle!) stückweise weiterverkaufen.

Oder ich fange einfach an, alle bereits geöffneten Tüten in der Speisekammer zuzutackern: Nudeln, Müsli, Chips, Salzstangen, Salzbrezeln, Reis, Rosinen, Nüsse, Tack, tack, tack..

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Comments

  1. Julia | April 16th, 2008 | 19:25

    ich mach mit! tack tack tack irgendwie beruhigt es. macht alles sortierter, übersichtlicher, vielleicht klarer, strukturierter.. ..so wirds was mit dem studium.

  2. Philippp | April 16th, 2008 | 21:18

    Schlimm wird’s erst, wenn Du feststellst, dass man mit Tackern auch schießen kann. ;)

  3. hith | April 16th, 2008 | 23:27

    Was, noch 50 Jahre lang tackern? Du bist mir aber pessimistisch was den Fortschritt angeht. Das Tackern ist doch das Nieten des Bürokraten. Das Nieten in der Industrie wurde aber längst vom Kleben verdrängt. Also ich denke da kommt bald was Neues, Revolutionäres. Der Aktenvernichter mit integriertem Scanner und 500 GB Festplatte, der ins heimische WLAN integriert werden kann und alles an Papierkram was man wegschmeißt digital konserviert. In der noch revolutionäreren Form druckt er das gewünschte Dokument auf Wunsch auch wieder aus, und zwar auf ganz neuartigem Papier, dass mit dem Gerät 50.000 mal wiederbeschreibbar ist. Dann reichen 250 Blatt davon fürs Leben.

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