Archive for November, 2007

Thou shalt not question Stephen Fry!

Es ist eines dieser Gebote, die nie schriftlich niedergelegt wurden, da es die Menschheit doch Jahrtausende lang vor die Frage gestellt hätte: “Wer ist Stephen Fry?”. Und dennoch könnte ich nicht wahrer zu Euch sprechen, wenn ich sage, zweifelt ihn nicht an, stellt nicht in Frage, was er Euch zu sagen hat! Sei es bezüglich Humor, Auftreten, Stil, Aussprache, Lebensart, tiefer innerer Weißheiten oder eben des iPhones.
Letztes lobt er ja in seinem Blog in höchsten Tönen, erst duch ihn bin ich überhaupt auf das das Konzept iPhone-Killer gestoßen worden.

Und das Schlimme, nein eigentlich das Schöne ist, dass er sich – wie stets – völlig im Recht befindet. Ich habe jetzt wahrscheinlich die Krankheitserreger von halb Regensburg an den Händen, aber nach 10min Testrutschen auf dem Touchscreen des Ausstellungsgerätes im T-Punkt weiß ich ganz klar, dass alles, was die Konkurrenz bisher geliefert hat, definitiv kein iPhone-Killer ist.
Es hat Eleganz, lässt sich gut bedienen und strotzt vor cooler Funktionen. Und es ist völlig außerhalb meiner finanziellen Reichweite. Dies gilt aber wohl für alle Mobilfunkverträge mit Internet-Flatrate, das kann man weder Apple noch der Telekom zum Vorwurf machen: Für das, was einem geboten wird, möchte man den Vertrag schon fast fair nennen.

Irgendwann wird wohl ein Nachfolgemodell kommen, dann habe ich vielleicht die monatlichen Bezüge, so ein Gerät zu unterhalten. Bis dahin findet diese Party aber leider ohne mich statt; Aber falls ich heute etwas gelernt habe, dann, dass der Kompensationskauf eines anderen, billigeren und nicht an einen solchen Vertrag geknebelten Konkurrenzgerätes nicht mehr in Frage kommt.

Der Meister niest nicht, er lässt Erben!

Es ist November und zumindest im süddeutschen Raum unangenehm nasskalt. Ganz Erkältungs-Ontopic gibt sich der Spiegel und verkündet: Harald Schmidt hat sein Testament gemacht.

Damit soll zwar in erster Linie ein Spiegel-Gesundheitsheft angetrailert werden, dennoch stellt sich mir die Frage, was Schmidt sich eigentlich dabei gedacht hat. Harald erschien mir in der Vergangenheit immer als ein Mensch, der sein Privatleben angenehm dem Presseblicken entzog.

Variante 1: Er brauch Werbung für seine Show mit Oliver Pocher
Das käme gar nicht unerwartet. Mein Bekanntenkreis strotzt vor Leuten, die bei der Show mit den Worten “Bäh, der Pocher” abwinken, ohne überhaupt hinzusehen. Persönlich muss ich sagen, dass man bei Schmidt besser aufgehoben ist, als bei anderen deutschen Produktionen, egal wie tief die Qualität auch sinken mag (und auch zu meiner Überraschung ist es nicht unbedingt allein Pochers Schuld, wenn bei Schmidt & Pocher des Öfteren einiges nicht rund läuft).

Variante 2: Er ist sterbenskrank (Krebs?) und hat akuten Regelungsbedarf
Ausdrücklich wird im Artikel die – selbstverständlich im hohen Alter beschwerdenfreie – Ahnengalerie des Herrn Schmidt präsentiert. Keine Frage: Wer solche Statements abgibt (so bereits im PR-Anfängerhandbuch), der will damit gegenläufige Wahrheiten vertuschen. Nicht nur Schmidts-Show leidet also, nein: Auch der Meister kränkelt, fiebert und stirbt letztendlich wohl bald. Das erklärt den Spiegel-Auftritt, das An-Bord-Holen Pochers, das Verschwinden von Andrack (”der Dicke mit dem Hundeblick hätte bloß vor der Kamera geheult”) und den Besuch an Rudi Carrells Sterbebett (wohlmöglich um sich mal zu informieren, wie das dann so abläuft).

Aber wahrscheinlich war es dann wohl doch nur dämliche Werbung für die Show.

(Und wer die noch nicht gesehen hat, dem sei hiermit befohlen, sie nächsten Donnerstag um 22.45 auf ARD anzusehen – vorausgesetzt, man bleibt dem alten Spielplan nicht treu und sendet dieses Mal wirklich wöchentlich ..)