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Stöckchen

Juhuu. Gerade mal eine Hand voll Einträge und schon bekomme ich ein erstes Stöckchen vom Philipp. Um Filme geht es. Also los:

1. Ein Film, den Du mehr als zehnmal gesehen hast … Wirklich nur einen? Oder soll ich doch lieber die Liste runterrattern, die andere vor mir genannt haben? Im Geiste kopieren wir also den Summs meiner Vorredner und hängen “The Knack and how to get it” (“Der gewisse Kniff”) an, ein Film mit dem ich aufgewachsen bin. Und weil den sicher niemand kennt aber jeder gesehen haben sollte (wie eigentlich alle Richard-Lester-Filme, bis auf “Superman 2″) , hier der Verweis auf YouTube, wo man ihn sich komplett (in vielen Einzelstücken) ansehen kann.

2. Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast. Habe ich einen Film jemals 2x im Kino gesehen? Ich muss nachdenken… In einer Kleinstadt ohne nennenswerte Nahverkersmöglichkeiten aufgewachsen, hatte ich nie die Gelegenheit, vor Ort die richtig coolen Filme zu sehen, sondern musste immer erst mühsam eine Fahrgelegenheit zu nem Multiplex- oder Kleinkunstkino auftreiben, die ersten 20 Jahre war sowas also nicht drin. Und die letzte Zeit über? Ich war zweimal in Muxmäuschenstill. Das war’s dann schon, glaube ich. An mir verdient man wohl nicht sonderlich gut.

3. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen … Als Mann traut man sich ja nie, sowas offen zu sagen, aber Johnny Depp wäre ein guter Grund. Ob der ausreichend ist, mich in “Fluch der Karibik 3″ zu bugsieren, weiß ich aber nicht. Woody Allen wäre auch noch so ein Kandidat – wobei der aber ja meist mehr macht, als nur zu Schauzuspielern. Und natürlich die gesamte Riege britischer Sitcomdarsteller, wenn einer von denen mal wieder nen Film dreht.

4. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen … Hm. Ich werde nicht in den Oliver-Pocher-Film gehen. Aber der ist ja auch eigentlich kein Schauspieler, sondern etwas Unerfreuliches, für das mir gerade keine Bezeichnung einfallen mag. Orlando Bloom kann ich auch nicht ab, was das “Fluch der Karibik 3″-Projekt weiter gefährdet.

5. Ein Film, aus dem Du regelmäßig zitierst … Ach, Zitieren ist doch so uncool. Britische Serien bieten sich da aber an. Und wenn ich betrunken bin, benehme ich mich manchmal wie Raoul Duke, das ist aber nicht sonderlich außergewöhnlich, glaube ich.

6. Ein Film-Musical, von dem Du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt… Der Unterschied zwischen einem Film-Musical und einem Bühnen-Musical ist der, dass man vorspulen kann, wenn gerade keiner aufpasst.

7. Ein Film, bei dem Du mitgesungen hast … “Per Anhalter durch die Galaxis”. Bei “So long & thanks for all the fish” im Abspann. Das war zu mitreissend.

8. Ein Film, den jeder gesehen haben sollte … Ich möchte niemandem Vorschriften machen, aber es gibt schon ne Reihe von Filmen, bei denen es schade ist, dass sie kaum jemand mehr kennt. Da gehört “Tampopo” zum Beispiel dazu, eines der wenigen Beispiele dafür, dass Japaner Humor haben (was sie selber meist nicht wissen). Alles andere sind nur Bildungsanforderungen: Man on the Moon, Fear and Loathing in Las Vegas, Brust oder Keule, Tanz der Vampire (nicht das Musical), Verbrechen und andere Kleinigkeiten, Licht im Winter, Julia und die Geister, Die Außenseiterbande, Indien, Herr Lehmann, Garden State, Trainspotting, … ein weites Feld, die nächsten Seiten mag der geneigte Leser selbst vervollständigen und die gerade genannten mit IMDB-Links versorgen.

9. Ein Film, den Du besitzt … Naja, “Besitz”, “Eigentum” – das sind ja so große Begrifflichkeiten. Ich habe eine DVD von Woody Allens leider kaum bekannten und selten gezeigten “Zelig”, das ist schon was Tolles.

10. Nenne einen Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat … Naja, viele kommen ja auch vom Theater – zählen die? Oder Viva-Moderatoren? Dann würde ich Christian Ulmen doch recht weit oben ansetzen, denn in “Herr Lehmann” war er schon ziemlich klasse (im unerträglich doofen “Elementarteilchen” dafür umso weniger).

11. Hast Du schon einmal einen Film in einem Drive-In gesehen? Nein.

12. Schonmal in einem Kino geknutscht? Ja, bei “Der Schuh des Manituh”. (Ein unglaublich romantischer Streifen, jawoll!)

13. Ein Film, den Du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist … Ich habe noch nie “Der Pate” gesehen. Überhaupt bin ich sehr schwach, was Mafiafilme angeht – komme irgendwie nie dazu, obwohl ich gerne mehr davon sehen würde.

14. Hast Du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war? Kam bisher nie vor, da bin wohl zu geizig oder zu optimistisch (“Das wird noch!”) für. Allerdings bin ich bei “Die fetten Jahre sind vorbei” aufs Klo gegangen und stand danach noch etwas für ein zweites Bier an – ohne auch nur die geringste Angst zu haben, etwas Wesentliches zu verpassen.

15. Ein Film, der Dich zum Weinen gebracht hat … Mann, hab ich damals bei “Edward mit den Scherenhänden” geflennt, als der alte Professor starb. Selbiges bei E.T.; ansonsten kommt das aber selten vor, mitunter aber auch, weil ich triste Filme meide. “La Strada” hätte mich neulich aber beinahe erwischt.

16. Popcorn? Nur in Kinos, die es selber poppen – die Multiplexe wärmen einem in der Regel nur vorgepoppte Verpackungsmaterialien neu auf. Auf jeden Fall aber immer ein Bier mit in den Film; denn es gibt nix Schlimmeres, als den Biergeruch vom Nachbarn in der Nase zu haben und selber keine Flasche in der Hand zu halten.

17. Wie oft gehst Du ins Kino? Hängt vom Angebot ab. In letzter Zeit hat mich wenig gereizt. Feste Zyklen in Kleintierzüchtervereinstradition habe ich jedenfalls nicht.

18. Welchen Film hast Du zuletzt im Kino gesehen? 300. Ah-Uh!

19. Welches ist Dein Lieblingsgenre? Genreübergreifende Filme, die partout in keine Schublade passen wollen. Und Sachen, bei denen ich lachen kann.

20. Was war Dein erster Film, den Du im Kino gesehen hast? Ich glaube, das war das Dschungelbuch, da war ich 3 oder 4.

21. Welchen Film hättest Du lieber niemals gesehen? “Die fetten Jahre sind vorbei” war schon ziemlich schlimm. “Nochnoy Dozor” war auch nur zu ertragen, wenn man verkrampft versucht hat, ihn lustig zu finden. Ach ja und “Scoop”, weil er irgendwie die Illusion zerstört hat, Woody Allen könnte nur Filme machen, die zumindest irgendwo im Kern Klasse sind.

22. Was war der merkwürdigste Film, den Du mochtest? Ich stehe nur auf merkwürdige Filme.

23. Was war der beängstigendste Film, den Du je gesehen hast? Alle Kindheitstraumata beiseite, muss ich gestehen, dass ich zu den Weicheiern zähle, die nach dem US-Remake von “The Ring” (japanische Filme mit Untertiteln sind leider einfach nicht gruselig) noch wochenlang Panik vor Bildschirmen und Fernsehern und unerwartet klingelnden Telefonen hatten.

24. Was war der lustigste Film, denn Du je gesehen hast? Da muss ich mich dem Herrn Jahner anschließen und sagen, dass Serien für sowas doch besser geeignet sind. Es ist verdammt schwierig 90min durchgehend “lustig” zu füllen. Die Pythons haben das mit ihren Spielfilmen ziemlich gut hinbekommen und die Louis-de-Funès-Streifen sind ebenfalls ziemlich groß. Woody Allen noch, klar. Die dürfen sich dann zusammen mit Bud Spencer und Terence Hill um den Titel kloppen.

An wen werfe ich das am Besten weiter? Die Zahl der Leser, Bekannten und Freunde ist ja noch recht bescheiden. Direkt an den Kopf bekommt es Kalliope; und Hanni soll auch nicht zu kurz kommen.

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